Werner spricht: “Durchschnittliche Auftritte – überdurchschnittlicher Ertrag!”

II. Mannschaft

Die Saison unserer beiden Seniorenmannschaften befindet sich auf den letzten Metern der Zielgeraden und für beide Mannschaften geht es – wenn überhaupt noch – um den Platz in der Abschlusstabelle, aber ungeachtet der sportlichen Bedeutungsneutralität ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, unsere beiden Teams vor Ort zu unterstützen. Die sinnentleerten Wochenenden ohne Kreisliga-Fußball kommen schneller als uns lieb ist, daher genießen wir die noch anliegenden Partien.

So machten wir uns kurz nach Mittag bei allerbestem Wetter, es war sonnig bei etwa 20 Grad, zunächst auf in Richtung Nörde, wo der gastgebende SV Hohenwepel II aufgrund der Sanierung des eigenen Platzes seine letzten Heimspiele bestreitet. Bekanntes Terrain also. Vor Ort angekommen, stellten wir zunächst fest, dass es wider Erwarten einen Getränkeverkauf gab.

Unsere Jungs mussten einige Ausfälle wegstecken, so dass man kurzerhand auf die bewährten Dienste vom 1. Vorsitzenden Florian Beckmann und zu meiner zusätzlichen Verzückung vom Defensiv-Veteran und kreisweit als “Mann aus Stahl” bekannten Roger Wolter zurückgriff.

Der sehr erfahrene Schiedsrichter Werner Kellner eröffnete die Partie sehr pünktlich und zunächst agierte unsere Mannschaft sehr forsch, durch Nicolas Wilmes gab es in den ersten Minuten direkt zwei kleinere Schusschancen, doch beide Male flog der Ball links vorbei.

Unmittelbar danach machte es dann Kasseem Al Mohamad besser, der eine wunderbare Vorarbeit von dauerläufer Jochen Jochheim direkt zum 1-0 für unsere Mannschaft nutzen konnte, was natürlich mit dem entsprechenden Jubel der etwa 10 mitgereisten Bonenburger Fans quittiert wurde (5.).

Die Gastgeber benötigten ihrerseits neun Minuten, um einen ersten Torschuss auf das von Spielertrainer Andi Richter gehütete Tor abzugeben.

Dann passierte erst einmal nicht viel. Irgendwann einmal gab es einen Freistoß für Hohenwepel im Halbfeld der Bonenburger Hälfte. Eigentlich eher ungefährlich, dachte ich mir so. Der Hohenwepeler schlug den Ball lang und hoch in den SVB-Strafraum, wo niemand aus unserer Abwehr sich bewogen fühlte, zum Kopfball hochzugehen – ein Spieler der Heimmannschaft schon – und schon stand es ziemlich aus dem Nichts urplötzlich 1-1 (19.).

Doch das schockte unsere Mannschaft zunächst nicht. Sie suchte weiterhin ihr Heil in der Offensive, nur zwei Minuten nach dem Ausgleich wurde Jochen ziemlich dicht rechts am Strafraum der Hausherren unsanft von den Beinen geholt. Zunächst dachte ich an Strafstoß, doch der Schiedsrichter dachte anders. Der fällige Freistoß brachte keinen Ertrag.

Kurz darauf musste Ufuk Tokgöz nach einer ungeschickten Zweikampfführung der Gastgeber angeschlagen vom Platz, für ihn kam Roger Wolter ins Spiel.

Auch unser Vorsitzender machte sich schon einmal warm, er sollte kurze Zeit später auch ins Spiel kommen. Dies beeindruckte die Hausherren dermaßen, dass einer ihrer Spieler, der eigentlich einen Einwurf ausführen sollte, direkt vor Florian auf die Knie fiel. Ehrerbietung deluxe…aber später klärte sich auf, dass er ausgerutscht ist. Hätte ich auch behauptet.

In der 26. Minute schoss Hohenwepel auf das Bonenburger Tor, Andi wehrte die Kugel, die daraufhin senkrecht in die Luft schoss, mit beiden Fäusten ab, den wieder herunterkommenden Ball konnte er nicht festhalten – doch einer seiner Verteidiger konnte die Gefahr mit einem beherzten Schuss aus dem Strafraum beseitigen.

Im Gegenzug spielte der SVB sich mit einem feinen Doppelpass durch des Gegners Hälfte, doch zu aller Verwunderung pfiff der Schiedsrichter die Situation nach vermeintlicher Abseitsstellung ab. Diese Sicht der Dinge hatte er exklusiv.

Wenig später kam Florian Beckmann für Ugur Tokgöz ins Spiel.

Nachdem Hohenwepel in der 33. Minute mal wieder aufs Tor geschossen hatte, hatte Jochen auf der Gegenseite unweit des gegnerischen Kastens eine gute Chance auf dem Fuß, doch den Schuss verzog er völlig und der Ball flog weit vorbei.

Kurios wurde es in der 37. Minute: Hohenwepel war im Bonenburger Strafraum unterwegs, dabei rutschte einer ihrer Angreifer einfach aus. Interessiert schauten sich unsere Verteidiger das Spektakel an, vergaßen dabei blöderweise, dass der Ball sich noch im Strafraum befand und dort Begehrlichkeiten eines sträflich unbeobachteten Hohenwepeler Angreifers weckte – dieser hatte keine Mühe, den allgemeinen Tiefschlaf zur erstmaligen Führung der Gastgeber zu nutzen. 2-1 (37.). Ein ulkiger Treffer.

Doch der SVB schlug zurück. Diesmal bekam unsere Mannschaft halbrechts gut 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß nach Foulspiel zugesprochen. Es gab nur einen, der diesen ausführen konnte: Unter den Klängen des Darth-Vader-Marsches in unseren inneren Ohren nahm sich Kapitän Daniel Sommer der Sache höchstselbst an. Er fackelte nicht lange und jagte die Kugel in der ihm ganz eigenen Art und Weise auf das Hohenwepeler Tor. Matthias Niggemann rannte auch noch dazwischen herum, aber ohne ins Spiel einzugreifen, der Torhüter erwies Ehrfucht und dachte sich: “Kann passieren”. Und der Ball passierte ihn. Und landete im Netz. Riesenjubel natürlich auf unserer Seite, Käpt’n Sommer hatte wieder zugeschlagen! 2-2 (39.).

Nur Sekunden nach dem Ausgleich hatte der sehr engagiert auftretende Florian Beckmann gar die Führung auf dem Fuß, doch auf dem unebenen Boden versprang der Ball für ihn ungünstig, wodurch er diesen unweit des Hohenwepeler Tores nicht richtig traf und die Kugel flog dadurch deutlichst am Gehäuse vorbei.

Doch das war es noch nicht im ersten Durchgang. Hohenwepel hatte sich noch einmal in die Bonenburger Hälfte gespielt, bekam noch einen Eckball zugesprochen. Diese spielten sie hoch in den Strafraum, wo sich ein dankbarer Abnehmer abermals per Kopf fand – und der Ball landete zu unserem Entsetzen schon wieder im SVB-Tor. Toll. 3-2 (45.).

Wenig später war Halbzeit. Es war ein munteres, aber auch von vielen individuellen Fehlern geprägtes Spiel. Aber immerhin sahen wir in der ersten Halbzeit fünf Tore.

Im zweiten Durchgang rückte zunächst Roger in die Innenverteidigung, und von da an hatte das Elend bei Kopfbällen des Gegners ein Ende.

Die erste Chance in Halbzeit zwei hatte wieder der SVB, nach einer Ecke kam Kasseem mit dem Kopf an den Ball, doch er bekam keinen Druck dahinter und den Ball somit nicht in Richtung Tor (48.).

Was folgte, war eine Druckphase der Hausherren, in der 51. Minute lief einer der Ihren mutterseelenallein aufs Bonenburger Tor zu, doch Andis enorme Präsenz brachte den Angreifer dazu, den Ball links neben das Tor zu setzen. Zwei weitere Torschüsse der Gastgeber landeten in der Folge im Nirwana (55., 57.).

Danach kam dann der SVB wieder besser in die Partie, das zahlte ich auch in Gelegenheiten aus. Zunächst setzte Daniel einen Schuss ab, der links vorbeiging (58.), dann setzte sich Jochen am Strafraum der Hohenwepeler fein durch und schloss platziert ab, doch irgendein Spieler des Gegners musste wieder seine Gräten dazwischenhalten (60.).

In der 65. Minute zog sich der bis dahin unauffällig pfeifende Referee den Unmut der Bonenburger zu, als er Matthias Niggemann, der allein aufs Tor zulaufen konnte, wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückpfiff. Dass noch mindestens drei Meter dahinter ein Verteidiger Hohenwepels stand, sah jeder – nur der Schiedsrichter nicht. Ärgerlich.

Nur eine Minute später setzte Nicolas Wilmes einen Torschuss ab, den der Keeper mit Mühe ums Tor lenken konnte, die nachfolgende Ecke brachte keinen Ertrag.

Dann kam die 69. Minute. Wieder Jochen im Strafraum. Im Stile eines kanadischen Holzfällers kam ein Verteidiger angerauscht und mähte ihn um. Der Schiedsrichter fackelte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Wieder summte ich den Darth-Vader-Marsch.

Daniel Sommer kam heran. Legte sich den Ball zurecht. Der Keeper weinte, betete drei Vaterunser. Daniel schoss, der Ball überschritt die Schallgeschwindigkeit, zerriss das Tornetz, fällte die dahinterstehende Eiche und blieb unweit von Soest nahe der A44 in einem Holzschuppen stecken. 3-3 (69.). Wieder weinte der Torwart. Er war mit dem Leben davongekommen.

Nachfolgend wurde es ruhig in der Partie, es passierte wenig. In den letzten zehn Minuten hatte zunächst Hohenwepel noch zwei gewaltige Chancen, zunächst nagelte einer von ihnen den Ball aus Nahdistanz sieben Kilometer über das Tor (80.), dann liefen sie abermals allein aufs Tor zu, umkurvten den herausstürmenden Andi mühelos, um den Ball dann irgendwo zwischen gekonnt und kläglich links am Tor vorbeizunageln (85.).

Der Schlussakkord gebührte dann noch einmal Nicolas Wilmes, der sich schön durchtankte, aber bevor er entscheidend aufs Tor schießen konnte, war doch noch ein Verteidiger dazwischen und entschärfte die Situation (88.).

Wenig später war Schluss, der Schiedsrichter beendete die insgesamt faire Partie. Das Ergebnis geht in Ordnung, Hohenwepel hatte zwar noch die besseren Chancen, wir aber die besseren Tore, somit war die Punkteteilung gerecht. Wir Fans waren zufrieden, hatten eine unterhaltsame Partie gesehen und den Punkt nehmen wir doch gerne mit.

I. Mannschaft

Nun hielten wir uns nicht lange auf und eilten zu Schwenes Auto, schließlich gab es noch einen weiteren Dienst zu verrichten, die Erste spielte beim FC Neuenheerse-Herbram, da durften wir nicht fehlen.

Diese Partie gehört zu meinen Lieblings-Auswärtsspielen, ich mag die wunderschöne und idyllisch gelegene Sportanlage dort und für gewöhnlich geht es dort recht entspannt zu. So war es dann auch gestern.

Nach der umfangreichen Nutzung des gastronomischen Service dort nahmen wir unsere Plätze auf der mittlerweile auch mit Sitzschalen versehen Tribüne ein, bis zum Anpfiff waren es ungefähr 30 SVB-Fans, die zu diesem für uns sportlich nicht mehr relevanten Spiel mitgereist waren. Doch für die Gastgeber ging es noch um etwas, sie mussten die hinter ihnen lauernden Würgasser auf Distanz halten, damit sie nicht auf den sicheren vorletzten (Abstiegs)Platz rutschten.

Der SVB musste erneut auf den verletzten Stammtorhüter Lutz Müller verzichten, für ihn stand Veteran Christof Stallmeister zwischen den Pfosten. Auch Daniel Schäfers fehlte aus beruflichen Gründen, aber ansonsten war das Stammpersonal – abgesehen natürlich von den Langzeitverletzten – vor Ort.

Zunächst einmal beobachteten wir, wie Trainer Hubertus Schade minutenlang einen eigens mitgebrachten Stuhl zusammenbastelte. Dieser stand erst einmal ungenutzt herum. Dann ließ sich Trainer Benna Gockeln darin nieder, kam anschließend nur schwer wieder heraus. Wenig später bastelte Hubertus den Stuhl dann minutenlang wieder auseinander.

Pünktlich um 15.00 Uhr eröffnete Schiedsrichter Ingo Kröger die Partie. Schon nach wenigen Sekunden war ein Neuenheerser durchgebrochen und lief alleine auf Stalli zu, doch dieser ging runter, entschärfte die Situation mit einer Ganzparade und verhinderte so einen Fehlstart.

In der fünften Minute war der SVB erstmals in des Gegners Strafraum und in einem Zweikampf ging Jaspar Wagemann zu Boden, doch der Schiedsrichter entschied ohne zu zögern auf Weiterspielen.

Nun kam der SVB besser ins Spiel. In der 13. Minute erhielt Lukas Pieperling aus dem Rückraum den Ball, lief unter Protesten der Hausherren, die ein Abseits gesehen haben wollten, aufs Tor zu. Seinen Schuss lenkte Neuenheerses Keeper mit den Fingerspitzen noch so eben um den Pfosten. Die nachfolgende Ecke brachte nichts ein.

Nur eine Minute später war es wieder Lukas, der diesmal von der Strafraumgrenze aufs Tor schoss. Jaspar versuchte noch, an den Ball zu kommen, kam aber einen Tick zu spät und so war es kein Problem für den Keeper, die Kugel entgegenzunehmen.

In der 18. Minute wurde es dann gegenüber brandgefährlich. Neuenheerse hatte sich über halbrechts an den Strafraum gespielt, Stalli kam herausgelaufen und der Angreifer versuchte, den Ball über unseren Torwart hinweg ins Tor zu spitzeln, doch glücklicherweise ging der Ball haarscharf links vorbei.

Dann passierte erst einmal nicht viel, beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, es gab den einen oder anderen Fehlpass zu bestöhnen. Es dauerte bis zu 34. Minute, als sich Kapitän Lars Hoppe, unser unermüdlicher Dauerläufer, einen Ball, den viele schon abgeschrieben hatten, kurz vor der Grundlinie erlief und noch in den Strafraum brachte – dieser war für den Keeper zwar kein Problem, aber Lars’ Einsatz verdiente Applaus. Der zwischenzeitlich eingetroffene Vater unseres Kapitäns lobte in diesem Zusammenhang seinen Sohn (34.).

Die recht ereignisarme erste Hälfte nahm kurz vor der Halbzeit noch einmal Fahrt auf. Zunächst setzte Neuenheerse einen Torschuss knapp rechts am Bonenburger Tor vorbei (39.). Im direkten Gegenzug dann folgendes: Der SVB kombinierte sich schnell vor das Tor der Gastgeber, am rechten Pfosten lauerte Tobi Ricken. Maßgenau bekam er den Ball serviert, Tobi schloss ab und der Ball landete – am Außennetz! Ich jubelte bereits und realisierte zu spät, dass der Ball tatsächlich NICHT im Tor war (40.). Egal, weiter gehts!

In der 42. Minute war wieder einer der schnellen Neuenheerser Angreifer alleine in Richtung Stalli unterwegs, abermals kam Stalli heraus, was den Angreifer zu einem überhasteten Abschluss zwang, der knapp rechts am Tor vorbeiging. Nur eine Minute später trieben sich die Gastgeber schon wieder in unserem Strafraum herum, doch Julian Meyer klärte souverän.

Die reguläre Spielzeit war schon vorüber, als über Patrick Brechtken doch noch ein Angriff aus das Neuenheerser Tor rollte. Der Ball kam zu Lars, der von der Strafraumgrenze abzog, doch die Kugel ging über den Querbalken (45.+1). Dann war Pause.

Zunächst unverändert ging unsere Mannschaft den zweiten Durchgang an, allerdings machten sich Daniel Berendes und Toni Norberts bereits warm, ihr Einsatz stand also bereits kurz bevor.

Die erste Torannäherung in der zweiten Hälfte gehörte wieder dem SVB. Eine scharfe Flanke kam vor das Neuenheerser Tor, Jaspar versuchte, per Kopf dranzukommen, doch dies gelang nicht, so dass er den Ball nicht entscheidend aufs Tor bekam. In der 52. Minute dann der sich angedeutet habende Wechsel: Für Lukas Pieperling und Hendrik Hoppe kamen Daniel und Toni in die Partie.

Und letzterer war gleich Ausgangspunkt für die nächste Szene: Schön lief er über links bis an den Strafraum heran, flnkte auf den mitlaufenden Tobi Ricken, der dem Keeper diesmal keine Chance ließ und trocken zum 0-1 einnetzte (53.).

Genau nach einer Stunde war Neuenheerse wieder gefährlich: Erneut musste Stalli eine 1-gegen-1-Situation meistern und tat dies abermals meisterlich. Wie eins Olli Kahn griff er im Flug über und verhinderte mit einer sensationellen Parade den Ausgleich. In der 63. Minute sah Roland Seewald nach Foul die Gelbe Karte. Es war seine fünfte, somit ist die Saison für ihn beendet.

In der 65. Minute war abermals unser Keeper im Mittelpunkt. Neuenheerse bekam an der Strafraumgrenze zentral zum Tor einen Freistoß zugesprochen. Wie immer viel Buhei, Trubel und Gewusel. Der Freistoß selber kam gut getreten durch die Mauer rechts aufs Tor, doch Stalli, der erneut seine glänzende Form demonstrierte, roch den Braten und wehrte auch diese gute Chance der Hausherren ab.

Nach 70 Minuten war es dann abermals Tobi, der über halbrechts in den Strafraum eindrang und humorlos abzog, doch diesmal war der Keeper zur Stelle und lenkte den Ball um den Pfosten zur Ecke.

Das Spiel wogte nun hin und her. Im direkten Gegenzug war Stalli eigentlich schon geschlagen – doch er hatte das Glück des Tüchtigen. Denn vollkommen unbedrängt nagelte ein Neuenheerser den Ball uns Nahdistanz an den linken Pfosten, den Abpraller konnte unsere Hintermannschaft dann aus dem Strafraum befördern (72.).

Es war noch eine Viertelstunde zu spielen, als wieder der SVB in Person von Daniel Berendes mittig in den Strafraum eindrang. Er hatte freie Schussbahn, doch bevor er abschließen konnte, wurde er von einem Verteidiger gelegt. Der sehr sichere und gute Schiedsrichter zögerte nicht und gab den berechtigten Strafstoß. Von Seiten Neuenheerses gab es keine Proteste.

Kapitän Lars übernahm Verantwortung, nahm sich den Ball. Er lief an, schoss druckvoll flach etwa in die Mitte und ließ dem Keeper keine Chance! 0-2 (75.).

In der 77. Minute war dann plötzlich ein Spieler der Gastgeber mutterseelenallein im SVB-Strafraum. Doch anstatt sinnvoll abzuschließen, verdaddelte er kläglichst die Situation. So allmählich konnte man erahnen, warum die Hausherren da stehen, wo sie stehen. Dieser sträflich fahrlässige Umgang mit (Groß)Chancen rächt sich in der A-Liga.

Etwa 80 Minuten waren auf der Uhr, als ein erneuter Angriff des SVB in Richtung Heimtor rollen sollte. Aus dem Rückraum kam der Ball, schön gespielt in den Lauf von Jaspar Wagemann, der ebenso aus dem Rückraum loslief. Aus unerfindlichen Gründen pfiff der Schiedsrichter wegen Abseits ab. Toni auf links stand zwar jenseits der berüchtigten Linie, doch er griff nicht ins Spiel ein, Jaspar stand bei Ballabgabe definitiv nicht im Abseits. Fehlentscheidung – allerdings die einzige – und nicht ergebnisrelevant! Insgesamt pfiff der Schiedsrichter sehr gut.

Auch in der 86. Minute bestätigte sich dies, als sie abermals ziemlich frei ziemlich über das Tor schossen. Im direkten Gegenzug über Lars landete der Ball in den Armen des Keepers (87.). Noch in der gleichen Minute kam Tobi von der Strafraumgrenze zum Abschluss, der Keeper konnte den Ball nicht festhalten und den Abpraller setzte Toni leider nur ans linke Außennetz.

Die reguläre Spielzeit war abgelaufen, der Schiedsrichter gab drei Minuten obendrauf. Noch einmal Neuenheerse vor dem Bonenburger Tor, von der Strafraumgrenze wagten sie noch einmal einen Abschluss – der ziemlich wenig druckvolle, aber dafür umso platziertere Schuss schlug knapp neben dem linken Pfosten zum 1-2 ein (90.+1).

Neuenheerse witterte naturgemäß noch einmal Morgenluft, putschte sich noch einmal auf.

Doch diesem Spuk setzte unmittelbar nach dem Wiederanstoß der SVB in Person von Tobi Ricken ein Ende. Erneuter Angriff des SVB über links, halbhohe Flanke in den Strafraum, Tobi nahm diese dankbar entgegen und drosch die Kugel trocken in die Maschen! JAAAAAAAAAAAAAAA – 3-1 für den SVB (90.+2)! Das war die Entscheidung, die drei Punkte gingen an diesem Sonntag mit nach Bonenburg!

Einen hatten wir noch: Lars setzte sich über links im Strafraum schön durch, schoss aufs Tor, doch die Kugel klatschte lediglich an den rechten Innenpfosten und von dort wieder aus dem Tor (90.+3). Noch ein Treffer wäre auch des Guten zuviel gewesen. Wenig später beendete der Schiedsrichter die Partie, die mit einem 1-3 ein gerechtes Ergebnis gefunden hatte.

Der SV 21 Bonenburg festigt somit mit nunmehr 33 Punkten den elften Tabellenrang, mit dem Abstieg haben wir sowieso nichts mehr zu tun. Für Neuenheerse hingegen wird es noch einmal richtig eng. Durch die gestrige Niederlage sowie das erneut mehr als seltsame Ergebnis des direkten Konkurrenten Würgassen, der gegen Hembsen mit 9-1 (!?!) gewann, rutschten sie auf den sicheren Abstiegsplatz 15 ab.

Ich wünsche ihnen, dass sie es irgendwie noch hinbekommen, in der Liga zu bleiben. Wie eingangs erwähnt, fahre ich gerne dorthin. Wir freuten uns jedenfalls über den ersten Auswärtssieg seit längerer Zeit und genossen den Moment.

Der letzte Spieltag am kommenden Wochenende ist noch einmal ein großer Heimspieltag, an dem die zweite Mannschaft den SV Menne II um Uwe Fichtner empfängt, während unsere Erste die SG Altenbergen-Vörden erwartet.

Machen wir noch einmal ein Fest daraus! Nur der SVB!

Euer Werner