I. Mannschaft Freitag

Das vergangene Wochenende stand einmal mehr ganz im Zeichen unseres grandios-gloriosen SV 21 Bonenburg. Dabei hatte unsere erste Mannschaft gleich zwei Einsätze, zunächst musste sie zum Nachholspiel beim SSV Würgassen reisen, ehe sie nur zwei Tage später auf eigenem Platz die neuformierte SG Kollerbeck/Rischenau empfing.

Aufgrund eines Todesfalls beim SSV war das eigentlich in Bonenburg angesetzte Spiel wenige Wochen zuvor auf Bitte der Gäste abgesagt worden. Im Interesse einer möglichst zeitnahen Neuansetzung einigte man sich auf einen Tausch des Heimrechts, so dass wir am Freitag den nicht gerade kurzen Anreiseweg nah an die niedersächsische Landesgrenze nach Würgassen auf sich nehmen mussten.

Da mein Chef glücklicherweise ein Haus in Würgassen sein eigen nennt, bin ich kurzerhand mit ihm zum Einsatzort gefahren. Zur mental-materialistischen Vorbereitung stellte ich frühzeitig das Arbeiten ein und stimmte mich mit dem Verklappen ortsüblicher Kaltgetränke auf das wichtige Spiel beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ein.

Nach einer Warm-up-Fortsetzung in Würgassen traf ich eine knappe Viertelstunde vor Anpfiff am Sportplatz ein und stellte erfreut fest, dass doch für den weiten Weg und den ungewohnten Anstoßzeitpunkt reichlich Bonenburger angereist waren. Unter den Zuschauern weilte auch ein Mitarbeiter von FuPa, der in seinem Ticker seltsame Sachen schrieb. Aber schöne Filmchen und Fotos hat er gemacht, das muss ich zugeben.

Schon zu Zeiten, als ich noch in Sachen Bundesliga umhergereist bin, hatte ich ein Faible für Flutlichtspiele, wenn man zum Beispiel in Bochum aus Richtung Bahnhof kommend die Castroper Straße auf das Ruhrstadion zulief und schon von weitem die hell erleuchteten Flutlichter sah, hatte das stets etwas Erhebendes. Ein ähnliches Gefühl beschlich mich nun auch wieder in Würgassen. Flutlichtspiele, die Königsdisziplin im Fußball-Fanbereich. Außerdem hatten wir das bisher einzige solche Abendspiel (in Germete) siegreich gestalten können.

Anpfiff

Das Spiel war noch kaum angepfiffen, da vernahm ich, dass eine mitgereiste Spielerfrau doch mit Erkältungssymptomen zu kämpfen hatte. Da ich mich um meine Mitfans stets sorge, hatte ich zum Glück eine Flasche „Helbing“, ein kümmellastiges Edeldestillat aus Hamburg, mit im Versorgungskoffer. Das Mädchen hat nicht einmal mehr gehustet.

Pünktlich pfiff der kleingewachsene, aber sehr resolut auftretende Schiedsrichter Turgay Tirasoglu an. Würgassen versuchte es direkt, Bonenburg mit einem überfallartigen Angriff zu überraschen, doch Torhüter Benna Gockeln, der den gesperrten Lutz Müller vertrat, lächelte müde und nahm den Ball auf (1.).

In der Folge kam der SVB immer besser ins Spiel, Würgassen konnte nur noch reagieren. Nach 11 Minuten gab es eine Riesenchance für den SVB, als Daniel Schäfers sich durchsetzte und einfach einmal abzog, doch der Torhüter der Gastgeber parierte sensationell und lenkte den strammen Schuss über die Latte. Ich glaube, nicht viele A-Liga-Torhüter hätten den so gehalten.

Nur zwei Minuten später tauchte Daniel wieder im Strafraum aus, doch er traf den Ball nicht richtig, so dass es nicht wirklich gefährlich wurde. In der 18. und 21. Minute trat Jaspar Wagemann offensiv in Erscheinung, ein Schuss aus der linken Strafraumhälfte tänzelte erst rechts am Tor vorbei, seine zweite Chance entschärfte dann der Keeper.

Doch in der 22. Minute hatte dieser keine Chance. Ecke von links, getreten durch Dennis Kriwet. Einige SVBler in Würgassens Strafraum, unter ihnen auch Kapitän Lars Hoppe. Der Ball segelt in den Strafraum, wo Lars, etwas seitlich zum Tor postiert, den Ball direkt abnimmt, so dass die Kugel unhaltbar rechts im Toreck einschlägt. JAAAAAAAAAAAAA 1-0 für den SVB. Die sicherlich 30 Bonenburger jubeln ausgelassen.

Nur eine Minute später jagte Dennis einen Schuss von links aufs Tor, doch abermals reagierte der nun gut warmgeschossene Keeper stark.

Der SVB agierte nun etwas verhaltener, so dass auch Würgassen offensiv etwas mehr in Erscheinung treten konnte. Aber bis auf zwei eher ungefährliche direkte Freistöße von halblinks beziehungsweise aus der Mitte heraus (26., 33.), die Benna keine nennenswerten Probleme bereitete, brachten sie wenig zustande.

In der 38. Minute geschah folgendes: Abstoß vom Tor des SVB, Benna jagt die Kugel weit in des Gegners Hälfte. Jochen Jochheim kommt an den Ball, schlägt ein, zwei Haken, halb im Fallen schießt er aus 17 Metern aufs Tor. Der Keeper macht sich lang, kann aber das TOOOOOOOOOOOOOOOOR nicht verhindern. 0-2! Schönes Tor, schöner Zeitpunkt, noch schönerer Spielstand.

Mit dieser beruhigenden Führung im Rücken spielte unsere Mannschaft den ersten Durchgang routiniert zuende, die Hausherren machten in dieser Phase keine Anstalten, gefährlich nach vorne zu spielen. Pünktlich pfiff der Schiedsrichter die bis hierher faire Partie zur Pause.

Halbzeit

Der SVB-Anhang war natürlich zufrieden, unsere Jungs hatten alles im Griff, folglich sah auch Trainer Hubertus Schade wenig Veranlassung, zu wechseln. Unverändert kamen unsere Jungs aus den Kabinen.

Analog zum ersten Durchgang versuchte Würgassen, auch nach Wiederanpfiff mit einem Blitzangriff den SVB zu überraschen. Doch der eher klägliche Versuch ging diesmal rechts am Bonenburger Tor vorbei.

Unsere Mannschaft hingegen kontrollierte weiterhin das Geschehen, suchte ein ums andere Mal den Weg nach vorne, blieb aber zunächst immer wieder in Würgassens Hintermannschaft hängen. Es dauerte bis zur 61. Minute, als sie wieder gefährlich wurden.

Diesmal durch einen Freistoß, getreten durch Josef Schwiddessen, etwa 23 Meter zentral zum Tor. Sein Schuss war gut, kam verdeckt durch die Mauer und war sehr platziert, doch Würgassens Keeper roch den Braten und tauchte ab, wehrte den Schuss ab.

Nur eine Minute später erneut ein SVB-Freistoß, etwas weiter rechts aus ähnlicher Distanz, diesmal schoss Dennis Kriwet. Doch dessen Schuss kam genau auf den Torwart.

Zwischenzeitlich nahm sich der Schiedsrichter unseren Trainer zur Brust, der mäßigend auf die immer euphorischer und vom Koffein angestachelten gewohnt meinungsfreudigen Bonenburger Fans einwirken sollte. Dies gelang Hubertus. Ein bisschen.

Dann kam die 63. Minute. Der SVB erneut im Angriff. Jochen Jochheim, unser unermüdlicher Dauerläufer, da ist er wieder. In einem der vielen SVB-Angriffe in dieser Phase des Spiels fällt ihm der Ball 16 Meter vor dem Tor genau vor die Füße. Halbrechts. Jochen guckt, Jochen schießt. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für den SVB.

Herumhüpfende SVB-Fans. Voller Freude verspritze ich mein Kaltgetränk. Sekunden später will ich davon trinken. Mist, schon wieder leer. Neues. 0-3, nach dem Spielverlauf bisher war das wohl die Entscheidung, da Würgassen nicht gerade ein Offensivfeuerwerk zündete.

Und es kam noch besser. Wir schreiben die 72. Minute. Der SVB wieder im Strafraum der Gastgeber. So oft, wie unsere Jungs sich dort aufhielten, hätten sie sich auch häuslich einrichten können, ein kleines Schränkchen ins Eck, ein hübsches Bild an die Wand…aber ich schweife ab.

Dennis dribbelt sich unnachahmlich in der Strafraum, als ein Verteidiger ihn genervt umstoffelt. Blick zum Schiedsrichter, der zögert nicht und zeigt direkt auf den Punkt. Strafstoß. Klare Sache.

In dieser Saison sind Strafstöße Chefsache. Kapitän Lars nimmt den Ball, legt ihn zurecht. Läuft gefühlt aus dem eigenen Strafraum an. Nach dem Anlauf wäre ich platt gewesen. Drei, vier Schritte noch. Schuss. Links am chancenlosen Keeper vorbei ins TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! 0-4 für den SVB. Jetzt war der Deckel wirklich drauf.

Nun wechselte der SVB erstmals, Bernhard Schwiddessen kam für den leicht lädierten Ralf Haurand, der einen Pferdekuss einstecken musste (73.).

Vier Minuten später kam noch Hendrik Hoppe für Jaspar Wagemann in die Begegnung.

Das Spiel war weitestgehend gelaufen, der SVB hätte das Ergebnis noch hochschrauben können, doch Dennis Kriwet scheiterte nach schönem Sololauf zunächst ganz allein aus Nahdistanz am wirklich guten Keeper (78.), die letzte Chance des Spiels gehörte Roland Seewald, der sich im gegnerischen Strafraum freigeschlichen hatte, doch sein Kopfball war zu unplatziert und ging genau auf den Keeper (90+1).

Dann war Schluss. Riesenjubel und kollektive Erleichterung bei Mannschaft und Fans, nach neun sieglosen Spielen endlich wieder ein Dreier. Das tat uns allen sichtlich gut und nahm den ärgsten Druck vom Kessel, da man nicht zuletzt auch Würgassen in der Tabelle wieder überholen konnte.

Abpfiff

Da wir aufgrund der ungewohnten kühlen Temperaturen einwenig durchgefroren waren, was auch Herr Helbing irgendwann nicht mehr regulieren konnte, eilten wir kaum später zum Auto (zum Glück hatte Erik noch einen Platz frei, sonst wäre ich vielleicht heute noch in Würgassen) und traten die weite Heimreise an. Diese verlief bis auf leichte Irritationen aufgrund der Sperrung der Weserbrücke komplikationslos und vor allem waren alle Mitfahrer bestens aufgelegt. Der Abend endete dann bei Schwenes in der Küche. Nun ja. Syntax Error in 1921.

Doch wir hatten wenig Zeit, uns auf den freitäglich errungenen Lorbeeren auszuruhen. Samstag saß ich zunächst in Elchs Keller-Kemenate und beobachtete, wie bestbezahlte Laien den bezaubernden Sport Fußball mit Füßen treten. Das hat mich so aufgeregt, dass wir bis in die frühen Morgenstunden bei Kaffee und Tee sowie klassischer Musik darüber debattierten. Und zu keinem Ergebnis kamen, das müssen wir demnächst fortsetzen.

I. Mannschaft Sonntag

So war dann auch schon wieder Sonntag. Hohenwepel II hatte um Verlegung gebeten, so dass das Spiel unserer zweiten Mannschaft somit nicht stattfand, also musste ich erst gegen 14 Uhr in unserer wunderbaren Sportanlage sein. Bis auf einige wenige Aussetzer ließ mich diesmal die Anlage nicht im Stich und es war alles frühzeitig vorbereitet.

Nach uns nach trafen die Bonenburger Fans ein, gut 75 Zuschauer waren es sicherlich. Auch die SG Kollerbeck/Rischenau hatte überraschend viele Fans mitgebracht, etwa 15 sind für eine Nordkreismannschaft schon ungewöhnlich viele.

Die Gäste waren sicherlich keine Laufkundschaft, waren als Vierter nach Bonenburg gekommen und hatten fraglos vor, etwas Zählbares mitzunehmen. War Kollerbeck schon für sich alleine stets ein unangenehmer Gegner, dürfte die personelle Aufstockung durch die Neugründung der Spielgemeinschaft mit dem lippischen Vertreter TSV Rischenau die Sache für unsere Mannschaft sicherlich nicht leichter machen.

Hinzu kam aus unserer Sicht eine Verschärfung der Personalmisere. Ralf Haurand fiel nach seinem Pferdekuss aus, Josef Schwiddessen saß ebenfalls angeschlagen auf der Bank und war nur im äußersten Notfall vorgesehen. Weiterhin fehlte Spielmacher Daniel Schäfers. Im Tor begann abermals Benna Gockeln, der seine Sache in Würgassen sehr gut gemacht hatte und sich seinen neuerlichen Einsatz somit verdient hatte. Stalli war nicht ganz undankbar und konnte somit am Grill arbeiten – und musste nur hinter sich greifen, um Brötchen nachzuholen.

Mit Leon Rustemeier konnten wir zudem einen A-Liga-Debütanten in unserer ersten Mannschaft begrüßen.

Schiedsrichter war Alexander Bendfeld aus Löwen, der erst seinen zweiten A-Liga-Einsatz bestritt, darum von Schiedsrichter-Beobachter Ansgar Eickmeier begleitet wurde.

Anpfiff

Das Spiel begann leicht verspätet, da der Schiedsrichter auf Leibchen für den SVB bestand, beide Mannschaften hatten überwiegend schwarze Trikots, was zu Problemen hätte führen können.

Gegen 15.05 Uhr ging es dann endlich los und es begann bescheiden. Die Gäste legten direkt den Vorwärtsgang ein, und schon nach sechs Minuten gingen sie mit ihrer ersten Chance in Führung. In dieser Situation hatte Benna den Ball nicht entschlossen genug weggeschlagen, Kollerbeck reagierte blitzschnell, brachte den Ball unberängt von rechts in den Strafraum, wo der bereitstehende Angreifer nur den Fuß hinhalten musste. 0-1 (6.).

Und die Gäste spielten weiter munter nach vorne, unsere Mannschaft kam kaum über die Mittellinie. Eine Viertelstunde war gerade einmal auf der Uhr, als die Gäste erneut eiskalt zuschlugen. Wieder Angriff über rechts, wieder stand derselbe Spieler in der Mitte völlig frei, schoss wieder problemlos ein – 0-2 (15.). Wenn das in diesem Takt weiterging, konnte das ein heiterer Nachmittag werden.

Doch so allmählich befreite sich unsere Mannschaft aus der Umklammerung und suchte ihrerseits den Weg nach vorne. Doch zunächst der nächste Rückschlag, Jaspar hatte in einem Zweikampf einen mitbekommen und musste frühzeitig ausgewechselt werden, für ihn kam Pascal Kleinert ins Spiel (27.).

Nun kam auch der SVB zu Chancen, zuerst bekam Jochen in der Mitte einen schönes Zuspiel aus dem Rückraum und wäre durchgewesen, doch er stand hauchdünn im Abseits (31.).

In der Folge hatten unsere Jungs zwei richtig dicke Dinger. Erst war es Lars, der sich über links wunderbar durchsetzte, am linken Eck des Fünfmeterraums frei zum Schuss kam – doch dieser lief haarscharf am rechten Pfosten vorbei (35.). Hätte er den an der Strafraumgrenze lauernden Jochen, der hinter ihm stand, gesehen und quergelegt, hätte letzterer nur ins leere Tor einschieben brauchen.

In dieser Phase brachten die Gäste und auch der Schiedsrichter sowohl unseren Kapitän als auch die Zuschauer auf die Palme. In einem Zweikampf unweit der rechten Torauslinie war definitiv ein Gästespieler zuletzt am Ball, ehe die Kugel ins Aus ging. Das hatten wir alle deutlich gesehen, der Schiedsrichter offenbar nicht. Dieser fragte dann bei den Gästen nach, die mit dem Engelsblick der Unschuld vom Lande mit den Schultern zuckten und zu verstehen gaben, dass ein Bonenburger zuletzt dran war. Fragwürdig und mehr als unfair!

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit noch einmal eine Riesenchance für den SVB. Jochen hatte sich all seiner Gegenspieler entledigt und lief allein auf den Keeper zu, doch letzterer, der nicht gerade klein von Statur war, blieb stehen und konnte den Schuss parieren.

Halbzeit

Dann war Halbzeit. Die Chancen, die sich unsere Mannschaft erspielte hatte,ließen noch ein Fünkchen der Hoffnung glimmen. Ein schnelles Tor, und alles war wieder offen.

Während der Halbzeit machte ich dann einen kapitalen Fehler. Ich kaufte eine Cola beim Vorsitzenden, die er mir „ungern“ verkaufte, wie er einräumte. Und ich trank die sogar. Irritierte Blicke, ein Raunen ging durch die Menge. Besorgte Fragen nach meinem Gesundheitszustand. Einer fragte, ob ich mir noch ein Buch mit mehr als 12 Seiten kaufen würde angesichts meiner offensichtlichen nur äußerst kurzen restlichen Lebenserwartung. Eine ganze CD sollte ich mir auch nicht mehr kaufen, riet mir ein anderer. Da kauft man sich EINMAL am Sportplatz eine Cola und ist gleich Dorfgespräch. Na bravo. Selber schuld, würde ich sagen.

Doch blöderweise dachten sich das auch die Gäste – und machten das Tor. Gerade mal sechs Minuten war die zweite Halbzeit alt, als sie Benna mit einem flachen Distanzschuss knapp neben den linken Pfosten überrumpelten 0-3 (51.).

Dies setzte unserer Mannschaft sichtlich zu, eigentlich wussten wir alle, dass die Messe gelesen war und es nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. Im zweiten Durchgang offenbarte der Schiedsrichter wiederholt Schwächen beim Erkennen von Abseits, wiederholt spielte Kollerbeck verdächtig weit vorne stehende Angreifer an und mehr als einmal war es definitiv Abseits. Glücklicherweise mündete keine dieser Situationen in Toren.

Der junge Unparteiische steht ja erst am Anfang seiner Karriere, somit will ich ihn auch nicht zu sehr kritisieren. Spielentscheidend war keine einzige seiner Entscheidungen.

Das eine oder andere Mal konnte sich Benna im zweiten Durchgang noch auszeichnen, nach 60 Minuten zeigte er eine lehrbuchreife Flugeinlage und verhinderte so das 0-4.

Doch nach 68 Minuten fiel dieses dann doch, ein platzierter Distanzschuss ins rechte obere Eck schraubte den Zwischenstand dann doch auf 0-4 hoch.

Doch auch unsere Mannschaft versuchte immer mal wieder, nach vorne zu spielen. In der 74. Minute war es Roland Seewald, der zentral vor dem Tor ganz viel Platz hatte und aus sicherlich 25 Metern den Ball in Richtung Tor brachte – die wunderschöne Bogenlampe passte ganz genau zwischen Querlatte und Keeper, so dass letzterer keinerlei Abwehrchance besaß. 1-4, der verdiente Ehrentreffer.

Kollerbeck spielte das Ganze nun souverän zuende, einmal musste Benna noch Kopf und Kragen riskieren, warf sich in einen Schuss aus Nahdistanz (81.), der Nachschuss klatschte an die Latte.

In der 85. Minute vollstreckten sie dann noch zum 1-5, was aber auch wirklich niemanden mehr so wirklich interessierte.

Nach einer einminütigen Nachspielzeit beendete der Unparteiische die Begegnung, diese war im Großen und Ganzen recht einseitig und die Gäste gewannen verdient. Vielleicht ein Tor zu hoch, aber das spielt ja eh keine Rolle. Jedenfalls sah man fraglos, dass sie nicht zu Unrecht in der Spitzengruppe der A-Liga mitmischen. Und wenn eine Mannschaft verdient gewinnt, erkenne ich das auch an.

Abpfiff

Und gegen so eine Mannschaft kann man nur bestehen, wenn alle Kräfte gebündelt sind. Soll heißen, bestmögliche personelle Besetzung. 100% Kräfte (und kein schweres wie wichtiges Auswärtsspiel keine 48 Stunden vorher in den Knochen). Und eine gnadenlose Effizienz vor dem Tor. Dies war leider alles nicht gegeben gestern.

Wir trauerten vor allem den beiden hochkarätigen Chancen vor der Halbzeit nach…wenn, ja wenn. Wäre, Wäre Fahrradkette…

Aber: Das schönste Tor des Tages hat der SVB erzielt ❤️

Haken dahinter, am Sonntag bei SuS Gehrden/Altenheerse geht es weiter! Und wir sind dabei!

Nur der SVB!